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Mittwoch, 13. Februar 2008

Die Katzen

von Maria Luise Weissmann (1899 – 1929)

Sie sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.

Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.

Im Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnsuchtskrank verzückt
Hörst du sie fern durch deine Nächte weinen.

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jeannine (Gast) - 13. Feb, 16:42

schön

ich mag katzen..und lyric :)

Clarisse1 - 13. Feb, 17:23

Freut mich,

dass Dir das Gedicht gefällt! Werde "Katzen" gleich in meine Themenliste aufnehmen - vielleicht finde ich ja noch mehr hübsche Texte . . .
SabineD - 13. Feb, 18:37

Mein Gott, Katzen sind die Götter dieser Welt, oder? Wir haben zwei, schmusig bis boshaft, und bald gibts mal wieder Nachwuchs. So stolz und edel hätte ich meine Brut auch gerne verkauft ;)

Clarisse1 - 13. Feb, 19:04

Vielleicht

doch eher die "Göttinnen" ;-)? Aber ja doch, zumindest führen meine beiden sich so auf, als gehöre ihnen die Welt - die eine geradezu divenhaft, die andere eher verspielt: göttlich halt :-).

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