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Dienstag, 3. Juni 2008

Tagebuch der Bertha K.

von Peter Altenberg (1859 – 1919)

Ist es denn wirklich so schwierig, einem Manne, der für unser Wohl sorgt, Eifersuchtsqualen zu ersparen?!?
Es ist direkt ein "Kinderspiel".
Man vermeidet ganz einfach Alles, ununterbrochen, was ihn a u f r e i z t,
k r ä n k t, v e r l e t z t, was weiß ich für Zustände normaler oder pathologischer Natur?!?
Aber was eben kommt dabei schließlich für Uns heraus?!?
Er langweilt sich mit uns "g a n z
S i c h e r e n" tödlich. –
Es gibt zwar m e r k w ü r d i g e Männer, die diese L a n g w e i l e gar nicht spüren.
Aber S o l c h e n irgend Etwas b i e t e n zu wollen mit sich selbst, ist ja fast ein Irrsinn!
Wozu also sind wir denn dann überhaupt vorhanden?!?
Ein Mann, den wir nicht t ö d l i c h
l a n g w e i l e n, wenn Alles "glatt geht",
was für ein A s i n u s ist Das?!?

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