[>>]

Dienstag, 19. August 2008

Die Wolken warten ohne Flucht

von Max Dauthendey (1867 – 1918)

Die Wolken warten ohne Flucht,
Der Wasserfall zischt aus der Schlucht.
Grasblüten zittern im Morgenhauch.
Gedanken, wie der blaue Rauch,
Sie eilen hin zum Meeresrand.

Der Sehnende lebt ohne Land,
Wie die Wolke im Leeren hängt,
Wie der Wasserfall eingezwängt.
Er bebt empfindlich wie zartes Gras.
Und wie der Meeresspiegel blaß,
Sucht ruhlos atmend er die Ruh'.
Sein Lächeln deckt Abgründe zu.

(Tosari, 23. März 1918)

Trackback URL:
http://clarisse.twoday.net/stories/5132242/modTrackback

Herzlich willkommen!


Hier geht's zum Log-in:

Sinniges


"In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen wie in der Sprache." – Karl Kraus

Archiv


August 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 3 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
20
22
24
30
 

Haftungsausschluss


Ich übernehme keine Verantwortung und keine Haftung für die Inhalte der mit meiner Webseite verknüpften/verlinkten externen Webseiten.

Suche

 

Status


Online seit 1035 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24. Dez, 10:13

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB