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Freitag, 1. Mai 2009

Maien

von John Brinckman (1814 – 1870)

De Mai, de Mai is kamen;
nu gah wi, jung un olt,
nu gah wi alltosamen
in't Holt, in't gröne Holt.

Nu frische Maien hal wi
un stäk' se an üns' Höd,
nu sett' in't Holt üns dal wi
un sing' üns' ollen Leed;

een jeder nah sin Gaben,
in eens noch eens so schön,
bet dat de Stirn dor baben
sick wisen een bi een.

Un wenn't dorœwer Nacht ward,
wat heet, wat deit dat grot,
wu sungen, küßt un lacht ward?
Kumm, sett di up min'n Schot!

De Busch, de Busch so dicht hier,
so warm de gröne Nacht;
de Flämmstirn, de gäw' Licht hier,
mihr, as wi bruken, sacht;

dat Männken sik to Wiwken
un Münd to Münd sick finnt,
min Arm sick üm din Liwken,
din üm min'n Hals sick winnt.

Nu sett di to üns her eens
in't Moß, Fru Nachtigall,
nu kumm un sing üns vör eens
din Hochtitsleeder mal!

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