Was die Lehrer verdauen, das essen die Schüler.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 12. Jan, 12:21
Die Deutschen sind mit Offensivgeist getränkt. Der Aufwand an Radau steht meist in gar keinem Verhältnis zur Sache – aber das Prinzip, das Prinzip muß durchgefochten werden.Peter Panter [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]
Clarisse1 - 1. Dez, 15:16
. . . hier wird in einer Weise Berlin gespielt, daß es einen Hund jammern kann.Kurt Tucholsky (1890 – 1935)
Clarisse1 - 26. Okt, 17:42
Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.Georg Christoph Lichtenberg (1772 – 1799)
Clarisse1 - 9. Sep, 12:52
Lebenslust mit Kurt Tucholsky. Ausgewählt von Christine M. Kaiser. 2. Auflage. Berlin: Insel Verlag 2011. it 3628. 119 Seiten.
Clarisse1 - 29. Aug, 16:03
Die Druckerschwärze ist noch nie zu der Verwendung gelangt, für die sie erschaffen ist. Sie gehört nicht ins Hirn, sondern in den Hals jener, die sie falsch verwenden.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 13. Aug, 11:46
In Berlin gehen so viele Leute, daß man keinen trifft. In Wien trifft man so viele Leute, daß keiner geht.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 15. Jul, 18:15
Wenn sie so klug wären, wie sie sich schlau vorkommen, wären sie immer noch dumm genug.Ignaz Wrobel [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]
Clarisse1 - 8. Jul, 16:04
"Wer keine Kritik verträgt und dem Spiegel nicht dankbar ist, der alle Flecken und Falten wiedergibt, – der soll sich nur gleich begraben lassen!"
"Professor Tondern" in: Lily Braun (1865 – 1916): Memoiren einer Sozialistin. Lehrjahre. München: Albert Langen 1909.
Clarisse1 - 13. Jun, 10:50
"Die Frau ist eine armselige Nehmerin", sagte der Philister und dachte dabei an ihre Seele.
"Die Frau ist eine reiche Geberin", sagte der Künstler und dachte dabei an ihre Form.Peter Altenberg (1859 – 1919)
Clarisse1 - 12. Jun, 16:11
Noch ist jener vornehme Bergbeamte unvergessen, der die Regeln der Interpunktion in den Satz zusammenfaßte: dem Bergmeister mache ich in jedem amtlichen Schreiben zwei Kommata, dem Bergamte eins, den Steigern aber gar keins.Aus: Christoph Ferdinand Heinrich Pröhle (1822 – 1895): Harzsagen. Leipzig 1859.
Clarisse1 - 11. Jun, 13:14
Ich befasse mich nicht mit Rechtschreibung und Interpunktion.Michel de Montaigne (1533 – 1592)
Clarisse1 - 21. Mai, 11:38
Ob das Elend in Deutschland zugenommen hat, weiß ich nicht. Die Interjektionszeichen haben gewiß zugenommen. Wo man sonst bloß ! setzte, da steht jetzt !!!Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799)
Clarisse1 - 13. Mai, 12:07
1340. Wenn am Gründonnerstag gewaschen wird, ziehen im Sommer alle Gewitter von der Gegend weg.1341. Am grünen Donnerstag muß nicht gebacken werden, damit die Leute des Hauses im Sommer keine Last haben mit dem schimmlichten Brot.1342. Ein am grünen Donnerstage gelegtes Ei trägt man auf den Boden, um das Haus gegen den Blitz zu sichern.Aus: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg. Gebräuche und Aberglauben, gesammelt von Karl Bartsch (1832 – 1888)
Aber es geht noch besser:
"822. Gründonnerstagsei.
Wenn man ein Hühnerei, welches am Gründonnerstag gelegt ist, in Wolle einpackt und dasselbe Sonntags mit in die Kirche nimmt, da kann man, wenn man bei den Ersten mit in der Kirche ist, sehen, wie die Hexen in die Kirche kommen. Da kömmt eine auf einem Besen, die andere auf einer Gabel, die dritte auf einem Scheit Holz, die vierte auf einem Butterstößer u.s.f. in die Kirche geflogen. Das sehen aber alle die andern Leute nicht. Nun machen sich aber die Hexen immer auf die Frau zu, welche das Ei bei sich hat, rücken immer dichter und dichter an sie heran und suchen sie so zu drücken, bis das Ei entzwei geht. Die Frau, die dasselbe aber bei sich trägt, muß es deshalb in der Hand in der Tasche fest halten, denn wenn das Ei entzwei geht, da bricht der Frau auch das Herz auseinander."
Aus: Johann Georg Theodor Grässe (1814 – 1885): Sagenbuch des Preußischen Staats.
Clarisse1 - 21. Apr, 12:06