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Montag, 10. März 2008

In der Nacht sind der Leidenschaft lautlose Feste

von Max Dauthendey (1867 – 1918)

Der Viertelmond fällt wie ein Türkenschwert,
Wie eine Fackel, die einer zum Berg hinhält,
Und legt heimliches Feuer an die nächtliche Welt.

Kein Stern sich von der Stelle regt,
Still steht die Nacht und unbewegt,
Wie ein Haupt, das unter das Schwert sich legt.

Und, als hat ein Fieber die Welt verzehrt,
Keine Kraft, keine Geste der Todstille wehrt, –
In der Nacht sind der Leidenschaft lautlose Feste.

Gelbe Wollwürstchen . . .


"[. . .] Wenn der Frühling die städtischen Anlagen beehrt, dann stehl' ich mir einen Zweig, daran zarte gelbe Wollwürstchen hängen, die duften wie: Alles wird einmal wieder gut. – Und die Sonne weckt paradiesische Seligkeiten aus kahlen Kalkwänden."

Aus: Joachim Ringelnatz (1883 – 1934): . . . liner Roma . . . (Hamburg: Johannes Asmus 1924)

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