Ein jeder hat seine eigene Art, glücklich zu sein, und niemand darf verlangen, dass man es in der seinigen sein soll.Heinrich von Kleist (1777 – 1811)
Clarisse1 - 26. Apr, 08:15
"[. . .] Daß die Bürgersfrau der mittlern Provinzstadt einen tödliche Haß gegen unverheiratete Frauen hat, die dennoch einen Mann gefunden haben, ist bekannt. Es ist die Verachtung des pensionierten Beamten gegenüber den freien Berufen, Angst um die eigene Position, die klare Erkenntnis, daß die langweilige Versorgung durch eine graue Ehe nicht immer den Verzicht auf ein buntes Leben lohnt. Unterstützt werden solche Frauen von den Pfaffen beider christlicher Religionen (. . .) und von den Sittlichkeitsonkeln aller Richtungen."
Aus: Ignaz Wrobel [i.e. Kurt Tucholsky 1899 – 1935]: Bettschnüffler. In: Die Weltbühne. Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft. 11.3.1930.
Clarisse1 - 14. Apr, 11:25
Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 7. Feb, 17:49
Was die Lehrer verdauen, das essen die Schüler.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 12. Jan, 12:21
Die Deutschen sind mit Offensivgeist getränkt. Der Aufwand an Radau steht meist in gar keinem Verhältnis zur Sache – aber das Prinzip, das Prinzip muß durchgefochten werden.Peter Panter [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]
Clarisse1 - 1. Dez, 15:16
. . . hier wird in einer Weise Berlin gespielt, daß es einen Hund jammern kann.Kurt Tucholsky (1890 – 1935)
Clarisse1 - 26. Okt, 17:42
Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799)
Clarisse1 - 9. Sep, 12:52
Lebenslust mit Kurt Tucholsky. Ausgewählt von Christine M. Kaiser. 2. Auflage. Berlin: Insel Verlag 2011. it 3628. 119 Seiten.
Clarisse1 - 29. Aug, 16:03
Die Druckerschwärze ist noch nie zu der Verwendung gelangt, für die sie erschaffen ist. Sie gehört nicht ins Hirn, sondern in den Hals jener, die sie falsch verwenden.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 13. Aug, 11:46
In Berlin gehen so viele Leute, daß man keinen trifft. In Wien trifft man so viele Leute, daß keiner geht.Karl Kraus (1874 – 1936)
Clarisse1 - 15. Jul, 18:15
Wenn sie so klug wären, wie sie sich schlau vorkommen, wären sie immer noch dumm genug.Ignaz Wrobel [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]
Clarisse1 - 8. Jul, 16:04
"Wer keine Kritik verträgt und dem Spiegel nicht dankbar ist, der alle Flecken und Falten wiedergibt, – der soll sich nur gleich begraben lassen!"
"Professor Tondern" in: Lily Braun (1865 – 1916): Memoiren einer Sozialistin. Lehrjahre. München: Albert Langen 1909.
Clarisse1 - 13. Jun, 10:50
"Die Frau ist eine armselige Nehmerin", sagte der Philister und dachte dabei an ihre Seele.
"Die Frau ist eine reiche Geberin", sagte der Künstler und dachte dabei an ihre Form.Peter Altenberg (1859 – 1919)
Clarisse1 - 12. Jun, 16:11
Noch ist jener vornehme Bergbeamte unvergessen, der die Regeln der Interpunktion in den Satz zusammenfaßte: dem Bergmeister mache ich in jedem amtlichen Schreiben zwei Kommata, dem Bergamte eins, den Steigern aber gar keins.Aus: Christoph Ferdinand Heinrich Pröhle (1822 – 1895): Harzsagen. Leipzig 1859.
Clarisse1 - 11. Jun, 13:14