Donnerstag, 9. September 2010

Glück

Welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!Johann Wolfgang Goethe (1749 – 1832)

Montag, 23. August 2010

Gebet eines Skeptikers

von Arthur Schopenhauer (1788 – 1860)

Gott, – wenn Du bist, – errette aus dem Grabe
Meine Seele, – wenn ich eine habe.

Dienstag, 17. August 2010

Welch hübsche Wortschöpfung:


verzwirbeltwirbelt

HIER gefunden.

Samstag, 14. August 2010

Sommernacht im Hochwald

von Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Im Hochwald sonngesegnet
hat's lange nicht geregnet.

Doch schaffen sich die Bäume
dort ihre Regenträume.

Die Espen und die Erlen –
sie prickeln und sie perlen.

Das ist ein Sprühn und Klopfen
als wie von tausend Tropfen.

Die Lärchen und die Birken –
sie fühlen flugs es wirken.

Die Fichten und die Föhren –
sie lassen sich betören!

Der Wind weht kühl und leise.
Die Sterne stehn im Kreise.

Die Espen und die Erlen:
sie schaudern tausend Perlen . . .

Montag, 19. Juli 2010

. . .


Kinder, ihr müßt euch mehr zutrauen!
Ihr laßt euch von Erwachsenen belügen
Und schlagen. – Denkt mal: fünf Kinder genügen,
Um eine Großmama zu verhauen.


Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Donnerstag, 15. Juli 2010

. . .

Ein Kritiker ist ein Leser, der wiederkäut. Er sollte also mehr als einen Magen haben.Friedrich von Schlegel (1772 – 1829)

Mittwoch, 14. Juli 2010

. . .

Knie dem Philister auf der Seele und du drückst doch keinen Geist heraus.Wilhelm Raabe (1831 – 1910)

Dienstag, 13. Juli 2010

Zur Freundschaft gehört . . .

Zur Freundschaft gehört: daß wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.Jean Paul (1763 – 1825)

Freitag, 9. Juli 2010

Poetischer Wortschatz (Forts.)


Butterblumengelbe Wiesen,
sauerampferrot getönt, –
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

Wohlgesangdurchschwellte Bäume,
wunderblütenschneebereift
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume,
wie die Brust sie kaum begreift.

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Donnerstag, 8. Juli 2010

Dazwischen . . .

Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)

Mittwoch, 7. Juli 2010

Warum lächelt die Mona Lisa?

von Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Warum lächelt die Mona Lisa
Weil sie
Hitkinsons Verdauungspastillen
eingenommen hat
und so
von ihrer lästigen Verstopfung
für immer befreit ist!
Wollen Sie
auch lächeln?
Dann …

Amerikanisches Inserat

Wahrlich . . .

Der Verstand, der uns nicht hindert, hie und da eine großherzige Dummheit zu begehen, ist ein braver Verstand.Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)

Donnerstag, 1. Juli 2010

Aus gegebenem Anlass . . .


Geburtstag

Mittwoch, 30. Juni 2010

Manchmal . . .

Manchmal ist Schweigen auch: Zeitmangel, Ignoranz, Überbürdung, Mangel an den letzten, entscheidenden zehn Karat Interesse . . . Peter Panter [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]

Dienstag, 29. Juni 2010

Sie schläft

von Theobald Tiger [i.e. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)]

Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück,
nimm mich ein bißchen mit –
auf deinem Traumboot zu gleiten ist Glück –
Die Zeituhr geht ihren harten Schritt . . .
pick-pack . . .

"Sie schläft mit ihm" ist ein gutes Wort.
Im Schlaf fließt das Dunkle zusammen.
Zwei sind keins. Es knistern die kleinen Flammen,
aber dein Atem fächelt sie fort.
Ich bin aus der Welt. Ich will nie wieder in sie zurück –
jetzt, wo du nicht bist, bist du ganz mein.
Morgens, im letzten Schlummer ein Stück,
kann ich dein Gefährte sein.

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Sinniges


"Es gibt Worte, die nie gesagt werden dürfen, sonst sterben sie ..." – Kurt Tucholsky

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IN MEMORIAM


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HELMUT ZEH

† 1. Juli 2005

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