Donnerstag, 8. Januar 2015

#JeSuisCharlie



JE SUIS CHARLIE


Dienstag, 6. Januar 2015

Dicke Haut

Es gibt Menschen mit so dicke Haut, daß selbst die Verachtung kein Vergnügen ist.Charles Baudelaire (1821 – 1867)

Gefunden in: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Hrsg. von Walter Höllerer und Hans Bender. 11. Jahrgang 1964, S. 100.

Samstag, 3. Januar 2015

"Mensch, werde wesentlich!"


Der Spruch
von Ernst Stadler (1883 – 1914)

In einem alten Buche stieß ich auf ein Wort,
Das traf mich wie ein Schlag und brennt durch meine Tage fort:
Und wenn ich mich an trübe Lust vergebe,
Schein, Lug und Spiel zu mir anstatt des Wesens hebe,
Wenn ich gefällig mich mit raschem Sinn belüge,
Als wäre Dunkles klar, als wenn nicht Leben tausend wild verschlossne
Tore trüge,
Und Worte wiederspreche, deren Weite nie ich ausgefühlt,
Und Dinge fasse, deren Sein mich niemals aufgewühlt,
Wenn mich willkommner Traum mit Sammethänden streicht,
Und Tag und Wirklichkeit von mir entweicht,
Der Welt entfremdet, fremd dem tiefsten Ich,
Dann steht das Wort mir auf: Mensch, werde wesentlich!

Gefunden in: Akzente. Zeitschrift für Dichtung. Hrsg. von Walter Höllerer und Hans Bender. 1. Jahrgang 1954, S. 293.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Neujahr



Ein frohes neues Jahr 2015!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohes Fest


L1080487

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich frohe Festtage.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Consistorialvogel


Truthahn

. . . nannte man ihn früher.

Donnerstag, 18. September 2014

Wo die Riesen wohnten . . .


L1070026

[Hanskühnenburg]
aus: Heinrich Pröhle (1822 – 1895): Harzsagen.
Sagen von Riefensbeek und Kamschlacken. Nr. 177/I.
Leipzig: Mendelssohn 1859.

Die Ortschaften Kamschlacken und Riefensbeek standen früher an der Stieglitzecke oben auf dem Bruchberge, und auf der Hanskühnenburg wohnten früher Riesen, die wurden aufrechtstehend begraben. Wie nun Riefensbeek von einer großen Wasserflut den Bruchberg heruntergeflossen ist, stieß es die Riesen immer an den Kopf. Die stiegen aus den Gräbern, da kam oben Kamschlacken auch noch angeschwommen. Das hielten sie dort auf, darum lieget es nun dicht unter der Begräbnisstätte der Riesen, die noch jetzt der "Kerkhof" heißet und früher der "Riesenkerkhof" gehießen haben soll.

Donnerstag, 11. September 2014

Im Bodetal


L1060814


[1805]
von Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832):
Tag- und Jahreshefte

[...] Wir suchten das Bodetal und den längst bekannten Hammer; von hier ging ich, nun zum dritten Male in meinem Leben, das von Granitfelsen eingeschlossene rauschende Wasser hinan, und hier fiel mir wiederum auf, daß wir durch nichts so sehr veranlaßt werden, über uns selbst zu denken, als wenn wir höchst bedeutende Gegenstände, besonders entschiedene charakteristische Naturszenen, nach langen Zwischenräumen endlich wiedersehen und den zurückgebliebenen Eindruck mit der gegenwärtigen Einwirkung vergleichen. Da werden wir denn im ganzen bemerken, daß das Objekt immer mehr hervortritt, daß, wenn wir uns früher an den Gegenständen empfanden, Freud und Leid, Heiterkeit und Verwirrung auf sie übertrugen, wir nunmehr bei gebändigter Selbstigkeit ihnen das gebührende Recht widerfahren lassen, ihre Eigenheiten zu erkennen und ihre Eigenschaften, sofern wir sie durchdringen, in einem höhern Grade zu schätzen wissen. Jene Art des Anschauens gewährt der künstlerische Blick, diese eignet sich dem Naturforscher, und ich mußte mich, zwar anfangs nicht ohne Schmerzen, zuletzt doch glücklich preisen, daß, indem jener Sinn mich nach und nach zu verlassen drohte, dieser sich in Aug und Geist desto kräftiger entwickelte.

Montag, 1. September 2014

Weimarer Appell: MITMACHEN!


Informationen zum Weimarer Appell

Unterzeichnen des Weimarer Appells

Donnerstag, 28. August 2014

Die Wolfswarte


Wolfswarte

Wolfswarte
von Heinrich Pröhle (1822 – 1895): Harzsagen.
Leipzig: Mendelssohn 1859.

Am Bruchberge und besonders in einer bestimmten Gegend desselben waren früher so viele Wölfe, daß, wer dort übernachten mußte, auf die Klippe, die deshalb Wolfswarte genannt wird, sich begab und dort ein Feuer anzündete, sie zu verscheuchen. Einstmals kohlete ein Köhler unweit der Wolfswarte, der erwartete vom Sonnabend bis Sonntag Morgen seine Frau, welche ihm Lebensmittel bringen sollte. Da sie auch am Sonntag Morgen nicht kam, so wollte er ihr entgegengehen, da begegnete ihm ein Wolf, der hatte die Schnauze voll roter Fasern, die waren von dem roten Rocke der Köhlersfrau, welche er etwas weiterhin zerfleischet und getötet hatte. Zuletzt wurden die Waldungen am ganzen Bruchberge wegen der reißenden Tiere, besonders der Wölfe, abgebrannt, und das ist der Grund, weshalb er noch jetzt an vielen Stellen so kahl ist.

Montag, 25. August 2014

Aus aktuellem Anlass: Kokoschka in Wolfsburg . . .

Kokoschka hat ein Porträt von mir gemacht. Schon möglich, daß mich die nicht erkennen werden, die mich kennen. Aber sicher werden mich die erkennen, die mich nicht kennen.Karl Kraus (1874 – 1936)

Freitag, 22. August 2014

An der Saar


L1060075


"[...] Schon bei meinen wenigen Wanderungen durch die Welt hatte ich bemerkt, wie bedeutend es sei, sich auf Reisen nach dem Laufe der Wasser zu erkundigen, ja bei dem kleinsten Bache zu fragen, wohin er denn eigentlich laufe. Man erlangt dadurch eine Übersicht von jeder Flußregion, in der man eben befangen ist, einen Begriff von den Höhen und Tiefen, die auf einander Bezug haben, und windet sich am sichersten an diesen Leitfäden, welche sowohl dem Anschauen als dem Gedächtnis zu Hülfe kommen, aus geologischem und politischem Ländergewirre. In dieser Betrachtung nahm ich feierlichen Abschied von dem teuren Elsaß, da wir uns den andern Morgen nach Lothringen zu wenden gedachten.

Der Abend ging hin in vertraulichen Gesprächen, wo man sich über eine unerfreuliche Gegenwart durch Erinnerung an eine bessere Vergangenheit zu erheitern suchte. Vor allem andern war hier, wie im ganzen Ländchen, der Name des letzten Grafen Reinhard von Hanau in Segen, dessen großer Verstand und Tüchtigkeit in allem seinen Tun und Lassen hervortrat, und von dessen Dasein noch manches schöne Denkmal übrig geblieben war. Solche Männer haben den Vorzug, doppelte Wohltäter zu sein, einmal für die Gegenwart, die sie beglücken, und sodann für die Zukunft, deren Gefühl und Mut sie nähren und aufrecht erhalten.

Als wir nun uns nordwestwärts in das Gebirg wendeten und bei Lützelstein, einem alten Bergschloß in einer sehr hügelvollen Gegend, vorbeizogen, und in die Region der Saar und Mosel hinabstiegen, fing der Himmel an sich zu trüben, als wollte er uns den Zustand des rauheren Westreiches noch fühlbarer machen. Das Tal der Saar, HIER geht's weiter

aus: Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832): Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit.

Dienstag, 19. August 2014

Der fliegende Frosch

von Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Frosch1

Wenn einer, der mit Mühe kaum
Gekrochen ist auf einen Baum

Frosch-2

Schon meint, daß er ein Vogel wär

Frosch-3

So irrt sich der.

Samstag, 9. August 2014

Bücherregal


Ob Theodor Storm (1817 – 1888) beim Schreiben der Worte
In einem Bücherregal sah ich eine kleine Bibliothek, . . .
(aus: Der Schimmelreiter. Berlin 1888, S. 83)

wohl etwas wie DAS vor Augen gehabt haben mag?

Für den Link danke ich SIEBENSACHEN.

Helfen Sie mit!


Herzlich willkommen!


Hier geht's zum Log-in:

Sinniges


"Es gibt Worte, die nie gesagt werden dürfen, sonst sterben sie ..." – Kurt Tucholsky

Sofort lesen!


"Wer ein Buch zusammenstellt mit hilfreicher Weisheit, erdacht von anderen Köpfen, leistet der Menschheit einen größeren Dienst als der Verfasser eines Epos' der Verzweiflung." – Ella Wheeler Wilcox (1850 – 1919)

2017 in 4. Auflage erschienen:


... mehr

2010 erschienen:


Lektüreempfehlung

2018 in 3. Auflage erschienen:


... mehr

IN MEMORIAM


♫ ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ ♫

HELMUT ZEH

† 1. Juli 2005

♫ ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ ♫

Archiv


Mai 2024
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 

Haftungsausschluss


Ich übernehme keine Verantwortung und keine Haftung für die Inhalte der mit meiner Webseite verknüpften/verlinkten externen Webseiten.

Suche

 

Status


Online seit 6293 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Nov, 12:53

Credits


Aphorismus
Aufgespießtes
Berlin
Bescheidenheit
Bücher
Dummheit
Eifersucht
Erste Saetze
Freundschaft
Frösche
Frühling
Galgenlieder
Geiz
Harz
Herbst
Katzen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren